Der kleine Adino kam von der Tötungsstation ins Tierheim und konnte sich den letzten Platz im Transport ergattern und zu seinem Pflegepapa ziehen. Dieser ist stolzer Besitzer einer Hundetagesstätte und wie sollte es anders sein? Wenige Tage später kam seine Familie um die Ecke! Gesehen, spazieren gegangen, verliebt! Adino besucht weiterhin sein Pfegerudel und Pflegepapa und es wird dem kleinen Mann an nichts fehlen!

 

 

Skyla die kleine Zaubermaus hatte einen wirklich schlechten Start in Deutschland. Ihre erste Für-Immer-Mutti packte sie nach wenigen Tagen bereits wieder ins Auto und fuhr zu einer unserer tollen Pflegestellen, um sie dort abzugeben. Nun sollte alles gut werden und doch fiel auf, dass Skyla humpelte, nicht die Treppen hoch kam und irgendwas im Busch ist. Also ab mit der Maus nach Hamburg zu einer Spezialistin, die feststellte, Skyla hat einen atrophierten Schultermuskel - schwimmen und Physio gleichen das wieder aus, aber es ist ein langer Weg. Die Anfragen für Skyla wurden weniger und dann kam diese eine Nachricht! Skyla lernte ihre Familie kennen und lieben und passt dort so perfekt rein, auch mit ihren Handicap!

 

Ganz ergreifend ist es immer und immer wieder, wenn wir unsere Oldies in gute Hände abgeben dürfen. Sarafina, 8 Jahre alt, ist dafür ein gutes Beispiel. Je älter und größer der Hund, umso geringer die Aussichten. Ein solches Tier direkt zu vermitteln - eigentlich komplett aussichtslos. Daumen hoch für unsere tollen Pflegestellen, die auch Hunden wie ihr nicht Halt machen - auch wenn man hier ein Stück mehr Zeit benötigt, um geeignete Interessenten zu finden. Sarafinchen hat nun das unfassbare Glück, ihren Lebensabend in Ruhe und Frieden bei ihrer hoffentlich letzten Familie zu verbringen.

 

Der kleine Punti hat trotz seiner bald 9 Jahre keine 2 Wochen auf seiner PS warten müssen, da hatte er auch schon seine Menschen gefunden! Kein Wunder, Punti ist ja auch ein tolles Kerlchen:)) Alles Gute!

Für Chali konnte ein Traum wahr werden! Als Welpe total verängstigt aus der Tötung gerettet, im Tierheim ohne eine einzige Anfrage, durfte er zum Glück auf eine Pflegestelle reisen! Sein Frauchen hatte ihn da schon entdeckt, und kurze Zeit später hat sie einen laaangen Weg auf sich genommen, um ihren Chali abzuholen! Der liebe Kerl kann nun sein Leben in vollen Zügen genießen und wir freuen uns mega für ihn!

Oft staune ich, was wir doch für tolle Vierbeiner ins Tierheim "geliefert" bekommen. Ein Beispiel: Kumpeltyp Nero - muss nichts mehr beweisen, ist ein unauffälliger, genügsamer Rüde. Er arrangiert sich mit neuen Situationen. Im Tierheim hat er überhaupt kein Drama veranstaltet, war dankbar für Futter und Wasser, hat die Pfleger freundlich begrüßt und war zu seinen "Mitinsassen" stets freundlich und fair. Erstaunlicherweise verlor er in seinen 8 Lebensjahren, in denen er sicher keine sonderlich guten Erfahrungen mit Menschen gesammelt hat, nie das Vertrauen. Natürlich haben wir das unbedingte Bedürfnis, ganz genau solchen Tieren ebenso tolle Menschen zu organisieren, weil sie es verdammt noch mal verdient haben! Hat geklappt bei Nero - alles Gute.

Chila ist eine der  Hündinnen, die wir aus der benachbarten Tötung abholen konnten. Tolles Tier! Ihre Pflegemama hatte viel Freude mit ihr, auch wenn sie ab und an mal versuchte, ihren Dickkopf durchzusetzen. Wir mussten bei der Suche nach einem geeigneten Zuhause etwas genauer hinschauen, versucht Chila doch gern mal, gesetzte Grenzen gummiartig in die Länge zu ziehen. Finden konnten wir ein tolles  Frauchen - wir waren von der ersten Minute an fest überzeugt:  es passt wie "Arsch auf Eimer" Dem Weiberhaushalt nun alles erdenklich Gute, viele schöne Ausflüge und eine ganz lange, gemeinsame Zeit! :)

Man muss es in Abständen immer mal wieder erwähnen, was für ein Glück wir haben, über so unglaublich tolle Pflegestellen zu verfügen. Neben den "normalen" Pflegehunden aus unserem ungarischen Tierheim, gab es  bisher keinen einzigen Rückläufer ( = Hunde, die von deutschen Übernehmern wieder abgegeben werden ), der nicht die Möglichkeit erhielt, bei einer dieser engagierten Personen zu landen - egal mit welchem Defizit. Pflegehund Quinn profitierte genau davon. Er ist einer der eher skeptischen Hunde, zumindest was die Zweibeiner angeht. Bis zum Sankt Nimmerleinstag würde er im Tierheimzwinger auf potentielle Übernehmer warten, misstrauische Hunde freuen sich nämlich nicht über Besuch von Menschen. Sie schreien auch die ersten Tage und Wochen nicht "JUHUU", wenn sie von Ungarn nach Deutschland gekarrt werden. Ganz im Gegenteil: sie haben fürchterliche Panik, verkriechen sich, beißen vor lauter Angst wild um sich. Sie brauchen unbedingt Menschen, die  genau wissen, was sie tun. Dann wird, wie bei Quinn, in nur wenigen Wochen das Unmögliche Möglich und es findet zusammen, was unserer Ansicht nach zusammen gehört: Zwei- und Vierbeiner :)

Quinn und Quinnpapa, Euch eine ganz tolle Zeit miteinander!! 

Über vier Monate Besuchszeit vor Übernahme - das ist Rekord in meiner kompletten Laufbahn als Vermittlerin. Es war aber eine Notwendigkeit und absolute Bedingung, um zu schauen, ob Malinois Kira und Interessentin Julia miteinander zurecht kommen werden. Das ganze aus gutem Grund: Kira wurde im April 19 bei unserer Pflegestelle Petra abgegeben, damals war sie ein Jahr alt und völlig außer Kontrolle. Nur so: Petra war damals die 7. Person,


zu der die Hündin abgeschoben wurde. Klar, dass dies tiefe Wunden in die Seele des noch so jungen Wesens riss. Kira ist Übernahmehund aus Deutschland, war nie in einem Shelter oder wurde an der Kette eines ungarischen Hinterhofes gehalten - ist dennoch nicht minder ein Opfer menschlicher Grausamkeit.  Ganz langsam und mit viel Anstrengung, Geduld, Verständnis, päppelte Petra die Hündin wieder auf. Sie gab ihr zurück, was einen Malinois ursprünglich ausmacht: Ausdauer, Arbeitswillen, Triebstärke, Selbstbewusstsein. Oft haben wir über Kira gesprochen, waren ein wenig ratlos, bei der Frage nach dem geeigneten Zuhause. Dass dies eine größere Sache wird, dessen waren wir uns bewusst. Umso sprachloser waren wir über Julia, die sich trotz Kiras langer Liste an Defiziten für sie interessierte Darüber hinaus war die junge Frau bereit, unzählige Male die weite Reise zur Pflegestelle in Kauf zu nehmen, um an Wochenenden mit Kira Zeit zu verbringen, sie kennen zu lernen, mit ihr zu arbeiten.

 

Glaubt mir, die Tierschutzarbeit bringt einen oft an seine Grenzen, man lernt Menschen zu verachten... Und dann passiert so eine großartige Geschichte - Wahnsinn und extrem motivierend!!! Wir haben Freitag, den 10.07.2020 - ein großer Tag für Kira, ab heute hat sie ein richtiges, echtes und ernsthaftes Zuhause!!! Voll schön!! Vielen lieben Dank an Petra mit den Nerven aus Stahl und an Julia, die waghalsige Frau mit viel Humor ;)

Bring den Köter bloß nicht zurück  :D  Spaß!!! Alles Gute Euch!!!

Was für ein zartes, liebenswertes Geschöpf mit total schönen, braunen Kulleraugen, unauffällig und nett im Tierheim anzuschauen.. Dennoch keinesfalls ein Anfängerhund.

 

Bei Alima war es wirklich gut und wichtig, dass sie bei Einreise erst einmal Pflegekind war. So konnten wir erkennen, dass Stress, Krach und ständige Veränderungen ihr massiv zusetzten, sie regelrecht apatisch werden ließen, nachdem sie sich aus allen Öffnungen entleerte. Gezielt konnte an den Problemen gearbeitet werden und nach  einem wirklich passenden Zuhause gesucht werden.

Dieser Fall hat mich einmal mehr zum Nachdenken gebracht und mich bestärkt in der Überzeugung, dass es viel mehr Pflegestellenvermittlungen geben sollte, um genau solchen Hunden eine faire Chance und ein wirklich geeignetes Körbchen zu suchen. Im Fall "Limchen" sind wir überzeugt genau dies getan zu haben. Wie immer an dieser Stelle: auf ein schönes Leben und alles Gute. 

Ein Charakterhund, wie er im Buche steht. Sturkopf Peter, der mit diversen Tönen und Lauten alle möglichen Situationen und Lebenslagen kommentiert, ist definitiv kein Begleiter für Jedermann. Hundesprache ist jetzt nicht so seine Stärke. Nicht selten nahm er sich den ein oder anderen Artgenossen des Pflegerudels zur Brust. Die letzten Monate musste "Rambo auf vier Pfoten" viel lernen und einstecken - durchaus mit Erfolg. In jedem Fall hat er eine tolle Besitzerin gefunden, die sich der Aufgabe "Grummel" gewachsen sieht. Alles Gute Dir, Du kleines Stinkerchen.

Arora wurde mehr tot als lebendig von ihrem Besitzer mitsamt ihrer 4  noch lebenden Welpen in die Tötung gebracht. Leider hat kein einziges Hundekind dies überlebt, auch glaubten wir nicht ans Durchkommen des Muttertieres. 


Womit wir natürlich nicht rechnen konnten, war der unglaubliche Überlebenswille dieser Hündin - binnen nur weniger Tage/Wochen erholte sich die Totgeglaubte.  Als sie kurze Zeit später hier in Deutschland auf Pflegestelle ankam, stellten wir schnell fest: Arora ist in der Tat eine regelrechte Kampfsau. Im Pflegerudel versuchte sie sich lautstark zu behaupten, was ihr natürlich so einigen Ärger einbrachte... Sie wurde an das Tragen eines Maulkorbes gewöhnt. Vor allem kleinere Hunde sieht sie weniger als Artgenossen, eher als Nachspeise (siehe auch Foto). Mit diesem Wissen sind wir auf die eher schwierige Suche nach einem passenden Zuhause gegangen - zumindest aber, hat sie trotz schlimmer Vorgeschichte nicht die Liebe und Hingabe zum Mensch verloren. Wir sind fündig geworden und voller Euphorie, dass auch dieses ganz spezielle Wesen nun Teil einer tollen Familie sein darf. Alles Gute!!!