Ein kleiner Nachruf für unseren Engel Mozses

Im April 2014 durfte Mozses mit nach Deutschland reisen, aber schon die Abreise stand auf der Kippe. Der kleine (60 cm hohe) Racker hatte sich am Abreisetag die Pfote im Gitter eingeklemmt und sich diese dabei aufgerissen und auch einen kleinen hinteren Knochen seiner Pfote gebrochen, was wir später erfahren haben.

Nach wenigen Tagen wurde uns von der Pflegestelle mitgeteilt, dass Mozses den Herzwurm hat, dies wurde bei einer Blutuntersuchung herausgefunden. Es vergingen einige Tage, bis wir uns abschließend beraten haben, wie wir weiter mit der Behandlung umgehen werden.

Ende Mai 2014 ist Mozses zu mir nach Berlin in Pflege gekommen, da wir hier mit meiner langjährigen Tierarztpraxis die Behandlung seiner Erkrankung vornehmen wollten.

Mozses hat sich sofort mit unserem eigenen Hund verstanden, die beiden haben getobt und getollt wie verrückt - und auch bei uns Menschen hat er sich sofort ins Herz geschlichen. Da Mozses aber etwas ruhiger mit sich umgehen sollte, haben wir uns bald dazu entschlossen, Mozses und unseren Hund nur am Wochenende zueinander zu lassen. Wir waren dann jedes Wochenende im Garten, wo er den ganzen Tag Freude im Garten geniessen durfte. Was für eine Schmusebacke, er fand alle Menschen (egal ob groß oder klein) total toll und war niemals agressiv, böse oder ähnliches. Er wurde von allen, die ihn näher kennen gelernt haben, einfach nur geliebt.

 

Die Therapie begann und Mozses musste viele Tabletten nehmen, bevor er im September die erste Spritze gegen den Herzwurm bekam, nur 4 Wochen später bekam er die zweite Spritze und 24 Stunden später endlich die letzte doofe Spritze. Immer nach diesen Spritzen war absolute Ruhe angesagt, bis zum 09. November, da war endlich die Schonfrist vorbei. Wir haben ihn dann wieder öfter spielen und toben lassen, waren viel auf dem Feld und im Wald.

 

Wir haben uns nach der Therapie wieder auf die Suche gemacht, eine eigene Familie für Mozses zu finden. Es kam uns immer komisch vor, dass es nie gepasst hat, obwohl er sooo viele Interessenten hatte. Nun wissen wir, dass es Bestimmung war - er sollte bei uns bleiben.

 

Dann kam der 17.11.14, da bekam er abends plötzlich einen epileptischen Anfall. Am nächsten Tag sind wir zum Tierarzt und haben uns aufklären lassen. Dieser Anfall kann einmalig sein oder aber auch leider der Beginn einer Epilepsie sein. Selbstverständlich machen wir uns nicht gleich verrückt und wurden vom Tierarzt zur Beobachtung angehalten. Da wir ja gerade erst Blutuntersuchungen hatten (alles ok) und im Sep. Röntgenbilder und Ultraschallaufnahmen gemacht wurden, gab es erstmal keinen Grund für Panik. Der nächste Schreck kam dann abends (keine 24 Stunden nach dem ersten Anfall), als sich Mozses in sein Körbchen zum Schlafen gelegt hatte - er bekam einen 2. Anfall - nach so kurzer Zeit.

 

Ich bin dann nachts noch mit ihm in die Tierklinik, dort wurde erneut ein großes Blutbild gemacht, wieder ohne Anhaltspunkte, dass etwas nicht in Ordnung ist. Er bekam sofort Medikamente gegen die Anfälle und blieb zur Beobachtung auch über Nacht in der Klinik.

Wir haben uns gefreut, dass wir ihn am nächsten Tag wieder abholen durften - ohne dass er einen weiteren Anfall hatte. Die Klinik hat uns darauf vorbereitet, dass Mozses mit Gabe der Tabletten, einige Verhaltensauffälligkeiten als Nebenwirkung zeigen wird.

In den nächsten Tagen baute er sehr schnell ab, er torkelte, seine Hinterläufe wollten nicht richtig und er verlor immer wieder den Halt. Was nicht zu den Nebenwirkungen gehörte, war die Lustlosigkeit, die immer stärker wurde. Vieles zeigte Mozses, was wir vorher nicht so intensiv kannten:

Er hat uns nicht mehr direkt angeschaut, hat erst nach dem 2./3. Mal (wenn man ihn gerufen hat) reagiert. Manchmal dachten wir, Mozses sei gerade in seiner eigenen kleinen Welt. Er ist oft gegen Türen, Schränke und Wände gelaufen, meistens mit dem Kopf dagegen gestoßen. Was uns jedoch mehr Sorgen machte, waren die immer häufiger vorkommenden "Röchelattacken" - er hatte Atemnot. Meistens kam dies nur 1x alle 2/3 Tage vor, nicht so am 08.12.14.

 

Wer hätte geahnt, was uns an diesem Tag bevor stand...

Der Tag begann ruhig (keine neuen Auffälligkeiten, "nur" die bisherigen), wir hatten eine kleine Pflegehündin bei uns, die an diesem Tag in ihr neues zu Hause reisen durfte. Nach dem Frühstück war Ausruhen für Mozses angesagt, doch bevor er sich zu mir auf die Couch gelegt hat, hatte er einen "Röchelanfall" und brauchte einen Moment, bevor es wieder weg war. Gegen 11 Uhr sind wir auf unser nahe gelegenes Feld gegangen und dort durfte Mozses mit der Pflegehündin toben. Hier ist mir aufgefallen, dass Mozses viel ruhiger ist, als er es sonst immer ist. Alle Animationen der kleinen Maus blieben unerwidert, er wollte lieber nur herum laufen und schnuppern, was sonst überhaupt nicht seine Art war.

Am frühen Nachmittag kam meine Mutti vorbei, Mozses mag sie sehr, also wollte er sie begrüßen, wurde aber leider von einem weiteren "Röchelanfall" daran gehindert. Es war für mich sehr schlimm, da es bereits der 2. Anfall an diesem Tag war - das gab es noch nie - er tat mir so leid.

Wir haben unsere Pflegehündin zu ihrem neuen Herrchen gebracht und in der Zwischenzeit passte mein Tochter auf Mozses auf.

Gegen 18 Uhr kamen wir zurück und meine Tochter hat mich lautstark gerufen. Mozses lag auf der Couch (in seiner Lieblingsecke) und krampfte so doll, er hatte einen Epilepsieanfall (welcher unter der Gabe der Tabletten gar nicht hätte auftreten dürfen), der einfach nicht aufhören wollte. Seine Augen starrten, er hatte Schaum vor dem Mund, er verletzte sich im Mund, so dass er auch blutete - er entlöste sich leider auch sehr. Nach endlosen Minuten kam er langsam wieder zu sich, sah mich aber nicht an und (so mein Gefühl) nahm mich auch weiterhin nicht wahr. Mozses konnte nicht richtig atmen, nicht richtig laufen und schaute auch nicht klar - ich merkte, etwas war anders - er litt so doll (und das leider nicht erst seit diesem Tag).

 

Gegen 18:30 kamen wir in der Tierarztpraxis an und ich schilderte alles, was geschehen war. Auf dem Weg in die Praxis habe ich bereits darüber nachgedacht, wie die letzten Wochen für Mozses waren und wie er sich verändert hat. Meine Tierärztin erklärte mir noch einmal die Nebenwirkungen der Epilepsietabletten - welche jedoch kaum zu meinen Beobachtungen passten, schloss einen Zusammenhang mit der Herzwurmtherapie aus, und beobachtete Mozses in ihrer Praxis.

Auch sie sah, wie er sich in den letzten Wochen verändert hat, sie kannte ihn seit Mai. Wir besprachen, welche Möglichkeiten wir haben, was könnte sich für Mozses ändern - könnte sich gesundheitlich noch etwas ins Positive ändern? Wer hat bei seiner Krankengeschichte noch etwas davon, wenn er nochmals von Kopf bis Pfote durchgecheckt wird - weitere Medikamente? weitere Spritzen? Ruhe halten? Ändert dies alles etwas an seinem Zustand? Hat er eine Chance auf Heilung? Was ist das für eine Lebensqualität? Würden wir alles für ihn tun? - oder würden wir alles nur für uns tun?

Da alle bisherigen Untersuchungen keinen Aufschluss gaben und wir sein Leid sehen konnten, habe ich die bisher schwerste Entscheidung meines Lebens getroffen:

 

Wir werden ihn nicht länger quälen, er hat so viel ertragen müssen und wir lassen ihn in Würde über die Regenbogenbrücke gehen. Mozses bekam um 19:05 Uhr die erlösende Injektion und ist friedlich und völlig ruhig in meinen Armen, unter meinen Küssen eingeschlafen. 

Mozses, wir werden Dich nie vergessen, Du warst ein besonderer Hund, wir werden Dich vermissen.

 

 

 

 

PS: Die Tierärztin hat an Mozses eine Obduktion vorgenommen, da wir unbedingt wissen wollten, was mit ihm los war. Mozses hatte eine bereits völlig kaputte rechte Lunge und die linke Lunge hat ebenfalls schon eine starke Beschädigung aufgewiesen. Zum einen erklärt dies seine immer häufiger auftretenden Atemnotanfälle, zum anderen erklärt dies den extremen Schaum vor seinem Mund bei seinem letzten Anfall - der Verdacht ist ein Lungenemphysem. Von all seinen bisherigen Beschwerden, war dies höchstwahrscheinlich die Erkrankung, die ihn so schnell gesundheitlich ausgelaugt hat.

Wir hätten für ihn nichts mehr tun können, er hätte unter allen Tests, Medikationen und allen anderen "Versuchen" noch mehr gelitten und letztendlich hätte er nur noch wenige Wochen/Monaten zu leben gehabt. Wir haben alles richtig gemacht.

 

Warum ein Hund aus dem Ausland ? DARUM!

Ungarische Fellnasen in Not

IBAN:

DE 6012 0400 0000 6420 3300

BIC: COBADEFFXXX

bei der Commerzbank AG

In Kooperation mit:

 

Folgende Hunde reisen: 

 

Maike, Yoschi, Churchill, Merlo, Noel, Nelson, Momo, Namica, Naira, Nyla,

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Folgende Hunde reisen auf

eine Pflegestelle (suchen aber

immer noch eine Endstelle):

 

Vorgemerkt:

 

Gladys, Jody, Nova, Nicki, Pebbles, Wolly, Leon, Tolino, Hajo, India,

 

 

 

 

 

 

 

Twix,Selma, Tolino, Neo, Marci,

Bitte beachten Sie hierzu:

Mit Onlineshopping dem Verein spenden - ohne Zusatzkosten, dank:

Paragraph 11 Prüfsiegel