Schon lange war in uns der Wunsch gereift irgendwann einmal mit ins Tierheim Karlocsa nach Ungarn zu fahren. Vor ein paar Jahren haben wir, nachdem unser geliebter Spike nach 15 Jahren starb einen kleinen Hund aus Ungarn adoptiert und  wollten unbedingt einmal sein Geburtsland kennen lernen!

 

Als Pflegestelle haben wir mittlerweile für unterschiedliche Vereine bzw. Tierschutzorganisationen verschiedenste Hunde aus public sheltern oder Tierheimen bei uns aufgenommen und für sie alle ein gutes Zuhause gesucht und gefunden. Zu allen Adoptanten haben  wir noch immer Kontakt:-)

 

Auch aus Karlocsa waren es zwei wunderbare Fellnasen und da wir wieder einen Pflegeplatz frei hatten, nahmen wir Kontakt zu Nicole Marten-Söhl auf und fragten, wann der nächste Spenden- und Hundetransport geplant ist. Absolut spontan fragte sie, ob wir nicht zufällig mal mit fahren wollten und auch können! Es bedarf mindestens 2  Fahrer, die sich dann abwechseln und somit 3500 km natürlich besser zu schultern sind! Ziemlich zügig haben wir uns vom 10.1-13.1. 2018 frei genommen, die Betreuung für unsere Kinder und Hunde organisiert und versucht uns auf unseren ersten Tierheimbesuch vorzubereiten!

 

Aber kann man das überhaupt? Vorbereiten auf diesen Ort?

 

Und so kam der lang ersehnte Tag, wir starteten um 7:45 mit unserem mit gesammelten Spenden vollgepackten PKW zum Treffpunkt, wo wir mit Nicole und Michael um

 

8:30 gemeinsam schnell alle Spenden in den schon fast vollen Transporter des Vereines luden und dann ging es um kurz vor 9 los gen Süden...

 

Nach vielen hundert Kilometern, die erste Vignette an der Scheibe passierten wir die erste Grenze nach Tschechien. Das Wetter war wunderschön, zwar kalt, aber der Himmel strahlend blau. Erneut kauften wir eine Vignette und erreichten die Slowakei, die wir nicht lange durchfuhren. In Ungarn waren es dann nicht mehr all zu viele Kilometer, aber mittlerweile war es dann schon der nächste Tag und so erreichten wir um kurz nach halb zwei unsere Pension und freuten uns auf das Zimmer und langersehnten Schlaf!

 

Am nächsten Morgen fuhren wir nach einem kleinen Frühstück im Restaurant unter der Pension gelegen dann endlich ins Tierheim.

 

Es regnete und war sehr kalt und ungemütlich, vom schönen Wetter während der Fahrt war leider nichts mehr zu sehen:-(

 

Schon als wir ausstiegen hörten wir das Gebelle der Hunde und als wir dann durch alle Tore auf das Gelände kamen waren wir sofort inmitten des Trubels. Das Tierheimteam war schon emsig dabei die einzelnen Kennel, Käfige und Zwinger zu reinigen. So viele verschiedene wunderbare Hunde, groß, klein, zottelig, meist dünn und wegen des unsäglichen Regens auch durchnässt schauten uns an und freuten sich unbändig sobald wir uns den Zwingern näherten...manche kletterten sogar geschickt wie kleine Äffchen am Gitter hoch in der Hoffnung etwas Kontakt und Aufmerksamkeit zu finden.

 

Mich überkam sofort ein Ohnmachtsgefühl: Wo sollte ich anfangen mit Streicheleinheiten und zwei Tage werden nicht reichen, soviel war sicher!

 

Es erwies sich als ausgesprochen praktisch, dass ich eine Regenhose, einen warmen Regenmantel und mit Neopren gefütterte Gummistiefel Schal und Mütze trug, denn schon nach kurzer Zeit war ich ziemlich nass vom Kot gemischt mit Regen und Urin, es war überall auf meiner Kleidung, meine Hände waren kalt und der Gestank extrem übel. Obwohl der Kot regelmäßig mit Wasser weggespült wird und täglich neues Einstreu in die Hütten und in den Bereich davor gebracht wird, so spritzte einem das Kot-Uringemisch ins Gesicht aber irgendwann nahm man es einfach nicht mehr wahr. Wir versuchten in die Käfige zu gehen und dabei keinen zu vergessen, was bei der Menge fast unmöglich war. Man wurde förmlich „aufgefressen“,sobald man in einem Zwinger war und es war eine Freude diese wunderbaren Wesen zu streicheln und zu knuddeln. Zwischendurch machten wir auch immer wieder neue Fotos für die Homepage, dabei war es gar nicht so einfach einzelne Hunde gut zu präsentieren, weil immer eine Rudel um einen herum tobte:-)

 

Schnell erkannte man, dass die Tierpfleger, die hier wirklich außerordentliches leisten einem klaren, routinierten täglichen Ablauf folgen und ein systematisches Vorgehen haben, wie sie die einzelnen Zwinger reinigen. Dabei dürfen immer die jeweiligen Hunde des entsprechenden Kennels während der Reinigungszeit auf dem Tierheimgelände rennen und toben, was sie verständlicher Weise äußerst gerne in Anspruch nahmen! Sie so ausgelassen zu sehen, für einen Moment am Tag unbeschwert und ein klitzekleines Gefühl von Freiheit in der Nase flitzen sie über die Fläche und fliegen beinahe...

 

Der Tierarzt kam und die ausreisefertigen Hunde wurden von ihm nochmal untersucht und es lag eine gewisse Aufregung in der Luft!

 

Leider wird es dieser Tage viel zu schnell dunkel und so mussten wir irgendwann dann auch schon wieder aufbrechen. Schon am nächsten Tag sollten bis 13:00 Uhr 33 Hunde verladen und ihren Weg in ein neues Leben in ihren Pflegestellen und Endstellen antreten!

 

Wir sind dann abends mit Dominika, einer Jungen Frau vom Tierheim und dem Tierarzt essen gegangen.

 

Später gegen 23:00 fanden wir dann unsere Nachtruhe.

 

Am nächsten Morgen um 9 im Tierheim, dort war schon wieder reges Treiben, wie jeden Tag wurden die Käfige gereinigt und die Hunde gefüttert. Insbesondere die Ausreisehunde durften den Freilauf ausgiebig nutzen, werden sie immerhin die nächsten Stunden in Boxen im Auto verbringen müssen...

 

Bis 13:00 Uhr hatten alle Hunde ein Halsband um und saßen (leider klitschnass - das Wetter auch heute einfach nur ungemütlich) in den Transportboxen. Unser Start erfolgte planmäßig um kurz nach 13:00 Uhr!

 

Als ich nochmal zurück zum Händewaschen zum Waschraum auf das Tierheimgelände ging, war es plötzlich total ruhig, kein Hund bellte und mir wurde es einfach nur schwer ums Herz, all diese Hunde zurück lassen zu müssen und so schwor ich mir, weiteren Hunden hier raus zu helfen und meine Energie zu nutzen und zu helfen, wo Hilfe nötig ist!

 

Unser neuer Pflegehund Dolby, der beteits im Transporter saß soll nicht letzte sein, dem wir ein Zuhause suchen suchen möchten! Auch Mein Mann war total angefixt und ihm war es auch nicht recht all diese Seelen zurück lassen zu müssen und so konnte man sich irgendwie gar nicht recht freuen, dass doch so viele Hunde, nämlich tatsächlich 33 an der Zahl ein neues Leben beginnen können... ein Leben außerhalb von Tierheimzäunen, Kot und Uringestank , permanentem Gebell und Kälte, Regen, extremer Hitze in nur teilweise überdachten Zwingern, ein Leben in einer Familie oder als best Buddy eines einzelnen Adoptanten!

 

Im Sommer möchten wir wieder kommen und wieder ein paar Hunden eine Chance geben auszureisen!

 

Danke dem Verein der ungarischen Fellnasen in Not e. V., dass wir die Chance bekommen haben, hier hautnah mitzuerleben, was es bedeutet Tierschutzarbeit zu leisten und wie mühsam das alles ist!

 

Bleibt noch zu sagen, dass uns das Verständnis für Zucht und Vermehrung jedweder Form angesichts der vollen Zwinger mit Welpen und Hunden aller Coleur gänzlich abgeht. Diese Reise hat uns tief bewegt und wird unvergessen sein und ganz sicher nicht die letze hierher gewesen sein!

 

 

 

Karen und Carsten Schröder

 

Aumühle Januar 2018

 

 

 

 

 

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