Lange habe ich auf diesen Tag gewartet. Seit der Gründung des Vereines war es mir nicht möglich, das Tierheim in Kalocsa persönlich kennenzulernen.

Jetzt endlich war es soweit.........

Die Fahrt war nicht so anstrengend wie ich es erwartet hatte. Janet, Nicole und Michael sind bei fast jedem Transport dabei und somit "alte Hasen".

Wir sind zeitmäßig eher als sonst gestartet und waren dementsprechend früh am Donnerstagmorgen in Kalocsa. Unser erstes Ziel war die Tierheimmitarbeiterin Dominika - dort wurde der größte Teil der Spenden ausgeladen und sicher in ihrer Garage verstaut. Der Transporter war bis unter die Decke gefüllt. Wahnsinn!

Weiter ging es zu zwei Pflegestellen, die einige Welpen betreuen. Die kleinen Racker zeigten sich teilweise zurückhaltend, aber Leckerlies öffnen Tore und Herzen. Bei der zweiten Pflegestelle nahmen wir Darka mit, sie läuft immer wieder vom Grundstück und das ist zu gefährlich für sie.

Mein Gott war die kleine Maus beleidigt als wir im Tierheim ankamen.

Ich war froh, dass ich meinen Regenanzug mit hatte, es regnete beide Tage fast ununterbrochen. Mit dem Anzug ließ es sich ganz gut aushalten.

Tja und dann waren wir im Tierheim........Es ist kleiner als ich es erwartet hatte. Die Zwinger sind voller Hunde, die uns lautstark begrüßten. Die ersten bekannten Fellnasen, die ersten Irrtümer - es ist etwas anderes die Hunde live zu sehen oder nur von einem Bild zu kennen. Manche waren viel größer als erwartet - andere viel kleiner. Erstaunlich wie Bilder täuschen können.

Alle Hunde waren klatschnass. Auch wenn in einigen Hundehütten Decken liegen, was nützen sie? Wenn die Hunde sich zurückziehen, sind sie ratzfatz durchgeweicht.

Ich fing an meine Vermittlungshunde zu suchen. Nach und nach entdeckte ich sie in den Zwingern. Bei manchen musste ich fragen, weil ich sie nicht fand wie z.B. bei Hugo. Er ist noch so jung und traute sich nicht nach vorn an das Gitter.

Drei Arbeiter reinigten nach und nach die Zwinger. Das ist der Moment wo die Hunde etwas Auslauf haben. Viele Hunde nutzen die Möglichkeit, ihr großes Geschäft zu verrichten. Regen, Pfützen, Tretminen und die Hunde, die uns natürlich kennenlernen und Leckerlies abstauben wollten (am liebsten hätten sie sie mir aus der Tasche gezogen).........der Regenanzug war Gold wert :-)

 

Wir fuhren früh in unsere Pension, duschen und umziehen, wir waren um 17 Uhr im Restaurant verabredet. Um 20 Uhr war ich im Bett und habe seelig bis 6 Uhr geschlafen.

Nach dem Frühstück holten wir Dominika ab und wir fuhren zum Tierheim. Die tiefer gelegenen Zwinger standen unter Wasser. Was haben mir die Hunde leid getan. Nass und zitternd schauten sie mich an. Und jetzt ist es erst Herbst! Der Winter kommt erst noch! Zwei Arbeiter haben ein verstopftes Gulli gereinigt, damit das Wasser abfließen konnte.

 

https://www.youtube.com/watch?v=5-KmRyd8sR8&feature=youtu.be

Nicole und ich haben dann die Hunde aufgeschrieben und fotografiert, die bei der Reinigung der Zwinger Auslauf hatten. Wir wollten gern wissen, welche Hunde sich im Tierheim befinden und welche auf unserer Homepage sind, die noch nicht aufgenommen werden konnten. Drei Hunde waren uns noch nicht bekannt.

Hin und wieder machten wir eine Pause, der Regen zwang uns alle, uns aufzuwärmen. In so einer Pause durfte Lali sein Päckchen "auspacken".

Einige Junghunde, die mit ausreisen durften, wurden in den Käfigen in der Krankenstation untergebracht. So konnten sie sich etwas aufwärmen und trocknen.

Janet kümmerte sich um die Papiere. Die letzten Boxen wurden aufgebaut und manche Hunde mussten größeren Boxen zugeordnet werden. Janet und Michael fuhren noch für die Rückfahrt einkaufen und eine Waschmaschine musste noch ausgeladen werden.

Ich fotografierte bis meine Speicherkarte voll war. Meine Wege führten mich immer wieder von Zwinger zu Zwinger. So tolle Hunde warten auf ein liebevolles Zuhause. Viele müssen lange warten wie der Flummi Lecsó. Viele warten ein lebenlang......

Besonders gefreut habe ich mich über Lali. Nachdem es gesundheitlich nicht gut für ihn aussah, war ich über das kleine, aufgeweckte Kerlchen überrascht. Er lebte mit vier Hündinnen in einem Zwinger, zwei durften mit ausreisen. Lali wartet noch auf einen Gnadenplatz. Es ist nicht schwer, diesen Hund ins Herz zu schließen.

 

Durch den Regen konnten wir den reisenden Hunden keinen Auslauf vor der Abfahrt geben. Die Hunde wären nicht nur nass, sondern auch völlig verschlammt gewesen. Also trugen wir die Hunde nach und nach zum Transporter und sie kamen in ihre Boxen. Nach und nach trudelten die Hunde von den Pflegestellen ein. Ich habe mich sehr gefreut, Kata wieder zu sehen, 2010 hatten wir uns über einen anderen Verein kennengelernt und nicht aus den Augen verloren. Als Wanda und Missy aus ihrem Zwinger geholt wurden, entwischte Lali und lief auch zum Transporter. Ach Lali, wie gern hätte ich dich mitgenommen. Soviele Menschen nehmen Anteil an deinem Schicksal, aber keiner möchte oder kann dir einen Gnadenplatz geben. Mein Weihnachtswunsch ist, dass Lali im Dezember mit ausreisen kann. Mir liegen die älteren Hunde sehr am Herzen.

 

Es ging dann alles sehr schnell, die Hunde waren verstaut. Es war auffällig ruhig im Tierheim. Die Augen der zurückbleibenden Hunde hatten uns verfolgt, beobachtet wie wir die Hunde aus den Zwingern holten. Wieviel Enttäuschung haben wir zurückgelassen.........

 

Ratzfatz waren wir wieder auf der Autobahn.

 

Die Übenehmer waren pünktlich da und ich habe mich gefreut, einige persönlich kennenlernen zu können, auch wenn die Zeit begrenzt war. Ein ganz herzliches Dankeschön an Sie alle, Sie lassen sich auf ein Blind Date ein und das ist etwas ganz besonderes.

Mir kamen auf der Rückfahrt immer mal wieder die Tränen hoch. Die Blicke und stummen Hilfeschreie der Hunde brennen sich ein. Soviele Charaktere warten auf ihre Chance. Ich kann keinem versprechen, dass wir ein Zuhause für ihn finden. Ich kann nur hoffen, dass ganz viele Fellnasen von Ihnen entdeckt und adoptiert werden. Vor allem die schwarzen Hunde blieben zurück. Traurig, denn sie sind genauso einzigartig wie alle anderen Hunde.

 

Es gibt im Tierheim noch viel zu tun, damit es den zurückbleibenden Hunden besser geht. Da sind auch Ihre Ideen und Hilfe gefragt.

Ein herzliches Dankeschön geht an Janet und Michael, die mich heil und sicher wieder nach Deutschland gebracht haben :-)

Ein herzliches Dankeschön geht an die vielen Spender, ohne Sie könnten wir das Leben der Hunde in Kalocsa nicht verbessern und verändern.

Und nicht zuletzt ein ganz herzliches Dankeschön an das ungarische Team. Ihr setzt euch für die Hunde ein, rettet ihr Leben und versorgt die Fellnasen so gut es geht.

Ich könnte noch soviel mehr schreiben, aber das würde den Rahmen sprengen..........

Bettina von den UFIN

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