Herzlich Willkommen auf der Startseite der

Ungarischen Fellnasen in Not e. V.

Das Team der Ungarischen Fellnasen in Not e.V. begrüßt euch herzlichst auf unserer Homepage. Gerne möchten wir euch hier unsere Arbeit und unsere Ziele vorstellen.

 

Schwarze Schafe im Auslandstierschutz?

 

 

Im März 2020 wurden wir von einem anderen Auslandstierschutzverein dringend um Hilfe gebeten: Aslan, ein 9-jähriger Schäferhund/Harzer Fuchs Mix aus Rumänien, lebte bereits ein Jahr in einer deutschen Pflegefamilie. Er wurde dann vermittelt und sollte kurz nach Vermittlung sein neues Zuhause schnellstmöglich wieder verlassen. Es gab wohl Übergriffe auf den Besitzer. Laut Beschreibung des Vereins war der Übernehmer obdachlos (bitte was?) und es wäre Alkohol im Spiel. Aslan selbst wurde uns als ganz lieber, unkomplizierter Kerl beschrieben. Zufällig war ein Platz bei einer unserer tollen, erfahrenen Pflegestellen frei geworden. Natürlich haben wir diesen Aslan zur Verfügung gestellt. Bürokratisch viel einfacher, boten wir an, den Rüden in unseren Verein zu übernehmen. Das lehnte der zuständige Verein allerdings kategorisch ab. Normalerweise lassen wir uns auf solche Dreiecksgeschichten nicht ein, im Sinne des Hundes entschieden wir uns aber für eine Ausnahme. Aslan wurde also relativ rasant in unsere „Pflege-Obhut“ gegeben. Schon am ERSTEN! Tag berichtete die Pflegemama, dass Aslan hier in Deutschland scheinbar noch überhaupt nichts gelernt hat. Keinen Grundgehorsam besäße, respektlos Aufmerksamkeit einforderte, den Pflegevater sogar aus der Unsicherheit heraus angriff. Fair wäre gewesen, wenn man uns ehrlich mitgeteilt hätte, dass dieser Hund Probleme hat. Weiterhin fiel sofort auf, dass beim Rüden mehrere gesundheitliche Baustellen vorhanden sind. Aslan zeigte starke Schmerzen im kompletten hinteren Bereich. Diese brachten ihn bei Berührungen immer wieder zum Jaulen/Winseln/um sich schnappen. Die Zähne, wie auf dem Foto erkennbar - mehr als behandlungswürdig. Für uns stellte sich schon die Frage, warum nicht längst seitens des Vereins gehandelt wurde. Laut Gesprächsprotokollen befand sich Aslan doch seit 2019 in Deutschland. So oder so, es musste etwas passieren. Beim Tierarzt wurde zusätzlich zum schlechten Zustand des Gebisses ein Kreuzbandriss diagnostiziert. Der Kostenvoranschlag für beide Operationen belief sich insgesamt auf ca. 1.500€ - 1.700€. Oh weh, eine ordentliche Summe! Wir wissen aus eigener Erfahrung, dass solche kostspieligen Behandlungen ein riesengroßes Loch in die Vereinskasse reißen. Ist aber „Auslandstierschutz“ nicht genau für solche Situationen gedacht? Sind wir nicht verpflichtet, für Tiere wie Aslan einzustehen? Seitdem wir den Kostenvoranschlag an die Kollegen des Vereins sendeten – wurde es plötzlich ungemütlich. Nachrichten wurden geschickt, es wurde telefoniert - die Zusage zum Start der Behandlungen jedoch blieb aus. Mehrmals wiesen wir auf die schlimmen Schmerzen von Aslan hin, gegen die dringend etwas unternommen werden musste. Ebenfalls boten wir finanzielle Unterstützung an – leider alles vergebens!!!! So vergingen Tage und Wochen, besonders unsere Pflegemama kochte vor Wut, musste sie doch das Leid des Rüden aus nächster Nähe ertragen. Erst, als wir einen ausgefüllten Übernahmevertrag an den Verein schickten, wurde reagiert (nach einem weiteren „Erinnerungsanruf“ der Pflegemama). Letztendlich hat sich unser Verein dazu entschieden, Aslan und die dazugehörigen Kosten komplett zu übernehmen, damit dem Hund nach 5 langen Wochen des Wartens endlich geholfen werden konnte. Dafür haben wir nicht einmal ein Dankeschön bekommen… Wir sind in der glücklichen Lage, über großartige Pflegestellen und tolle Spender zu verfügen – helfen immer mal Hunden aus anderen Vereinen oder von Privatpersonen - so etwas haben wir aber noch nicht erlebt.

Daumen runter für solch ein Verhalten.

 

 


Leinenlos und vogelfrei durch die Natur.... Der Traum vieler Hundehalter wird ganz schnell zum Albtraum!

Trotz dem wir unsere Übernehmer und Pflegestellen mehrmals darauf hinweisen und es auch deutlich in unserer Infomail steht, müssen wir leider immer wieder feststellen, dass die Hunde viel zu früh ohne Leine oder unzureichend gesichert Gassi geführt werden! Es kam durch diesen Leichtsinn nun dazu, dass ein junger Hund von einem Auto angefahren wurde und gestorben ist!


Warum muss ein Hund unbedingt unangeleint oder unzureichend gesichert spazieren gehen? Selbst wenn man sich sicher ist, dass der Hund jetzt soweit ist, gibt es keine 100%ige  Sicherheit, dass der Hund in jeder Situation abrufbar ist!


Deshalb: Bitte lasst nicht durch Euren Leichtsinn zu, dass die Hunde, die hier ein schönes und sicheres Leben führen sollen, in irgendeiner Form gefährdet sind!


ACHTUNG PFLEGESTELLEN und Interessierte

Aufgrund eines aktuellen Vorfalls, möchten wir hier noch einmal in aller Deutlichkeit den Versicherungsschutz einer Pflegestelle/eines Pflegehundes schildern:

 

Wenn Sie einen Pflegehund aufnehmen, wird er versicherungstechnisch (bei JEDER uns bekannten Versicherung!!!!) so behandelt, als sei es Ihr eigener Hund. Dies bedeutet, dass die Haftpflichtversicherung (für die wir jeden Monat knapp 31 Euro zahlen!!!), die alle Hundehalter haben müssen, ALLE Schäden abdeckt, die der Pflegehund Dritten zufügt.

 

Wer sind „Dritte“?

Alle nicht zum Haushalt gehörenden Personen, Gegenstände usw.

 

Nehmen Sie einen Pflegehund auf, akzeptieren Sie, dass die Schäden, die der Hund eventuell bei Ihnen anstellt (außer Mietsachschäden, die sind immer versichert!), NICHT über die Hundehaftpflichtversicherung versicherbar sind.

Genau wie es bei Ihrer eigenen Hundehaftpflichtversicherung auch ist - oder zahlt diese ihre eigenen Schäden?!

 

Sollten Sie eine Haftpflichtversicherung haben, die Personen- oder Sachschäden im eigenen Haushalt für die Hunde zahlt, nennen Sie uns bitte den Kontakt (janet.wagner@gmx.net), dann ändern wir SOFORT unseren Versicherungsschutz!!!!

Wichtiger Hinweis:

Alle auf unserer HP verfassten Texte sind von uns erdacht und erstellt worden. Jegliches Kopieren und Verwenden für eigene Interessen, auch nur auszugsweise, bedarf unserer vorherigen schriftlichen Genehmigung.

 

Wir werden Zuwiderhandlungen durch unseren Anwalt verfolgen lassen, alle hieraus entstehenden Kosten werden dem Zuwiderhandelnden angelastet.